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Wie Nervenstränge und Blutbahnen – Pressebericht

17. Juni 2019

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Pressebericht aus der Schwarzwälder Bote

Ihr System vergleichen die jungen Geschäftsleute gerne mit den Nervensträngen und Blutbahnen eines Sportlers. Sie haben ein Verfahren entwickelt, mit dem Strom innerhalb eines geschlossenen Versorgungssystems je nach Anforderung dynamisch verteilt werden kann.

 

Kreis Freudenstadt/Nagold. Die Brüder Christian, Patrick und Tobias Olma haben ihre Erfindung erstmals dem Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel präsentiert. Der Bundestagsabgeordnete ließ sich im Existenzgründer- und Technologie- Zentrum “tec21” in Nagold von den drei Jungunternehmern über die “sensationelle neue Technik”, wie sie von Christoph Beck, geschäftsführender Gesellschafter des “tec21”, skizziert wurde, informieren.

Zweitsitz in Altheim

Die Firma Olmatic hat ihren Hauptsitz in Nagold und einen weiteren Firmensitz in Horb-Altheim. Durch das Verfahren OPT, das für “Olmatic Power Tracking” steht, werde der Strom innerhalb eines geschlossenen Versorgungssystems je nach Anforderung dynamisch verteilt, um im Zeitalter der Energiewende zum Beispiel über 24 Stunden am Tag ohne den Zukauf aus dem öffentlichen Stromnetz auszukommen. Dabei spiele es keine Rolle, ob es sich um einen Privathaushalt, eine öffentliche Einrichtung oder die Industrie handle. Mit OPT erreiche der Anwender beim Einsatz regenerativer Energien bis zu 100 Prozent Autarkie, so die Entwickler. Bei konventionellen Energiequellen schaffe er im Schnitt bis zu 30 Prozent zusätzliche Stromeinsparung im Vergleich zu herkömmlichen Energie-Management-Systemen. Jeder vorhandene Ein- und Ausgang werde entsprechend seinem Bedarf entweder dynamisch reguliert oder ganz zu- oder abgeschaltet. Denn durch die Integration des Systems direkt in die Versorgungsleitung könnten Quellen und Verbraucher stets spezifisch betrachtet und optimal eingesetzt werden, erklärten die Erfinder. Dabei sei OPT, das aus einem Energie-Management-Modul und einer zentralen Steuereinheit besteht, sogar lernfähig. Seine Software sammle mit steigender Einsatzdauer Erfahrungswerte und ziehe sich zum Beispiel Informationen zu Wetterveränderungen aus dem Internet.


Viele Einsatzmöglichkeiten

 

Irgendwann wisse OPT am Beispiel Smart Home ganz genau, wann es mehr Strom für Haushaltsgeräte, Beleuchtung oder für Heizsysteme benötigt und wann nicht. Mögliche Anwendungsgebiete seien deshalb intelligente Stromnetze und Versorgungssysteme, die E-Mobilität, die optimale Nutzung wertvoller Energieressourcen inklusive Speicherung von Stromüberschüssen, die Sektorenkopplung und das Nachfragemanagement in Unternehmen.

“Was mich wundert ist, dass noch niemand auf diese außergewöhnliche Idee gekommen ist”, sagte Hans-Joachim Fuchtel bei der Präsentation. Er werde in Berlin entsprechende Fachstellen auf die Neuerfindung aufmerksam machen. Denn man brauche nicht viel Fantasie, um sich heute schon vielfältige Einsatzmöglichkeiten vorstellen zu können.